In unserer Welt ist Just-in-time nicht mehr das Optimum

Ein Kommentar von Luc Provost, CEO von B Medical Systems

Viele Branchen kämpfen aktuell mit Lieferengpässen und Verzögerungen. Unternehmen dieser Branchen können daher nicht so schnell liefern, wie sie und ihre Kunden es sich wünschen. Um diese Herausforderung zu überwinden, ist zunächst ein Umdenken erforderlich: Just-in-time ist nicht mehr das Optimum. Stattdessen sollte agiles Supply Chain Management als mögliche Lösung evaluiert werden.

Eine solche Umstellung erfordert weitreichende Maßnahmen. Wahrscheinlich muss zunächst das Kapital erhöht werden – beispielsweise können Eigentümer Geld nachschießen. Auch neue Lagerflächen werden nötig, sowohl für die gesteigerten Mengen an Rohstoffen und Vorprodukten als auch für die fertigen Produkte. Die Flächen können übergangsweise bei umliegenden Unternehmen gemietet werden, während gleichzeitig die eigenen Flächen – auch durch Partnerschaften mit Logistikern – erweitert werden. Unternehmen sollten auch in Betracht ziehen, Verträge mit weiteren Lieferanten zu schließen, um Alternativen zu haben. Darüber hinaus hat die Datenanalyse an Bedeutung gewonnen, um die Absatzprognosen zu überwachen.

B Medical Systems (BMS) antizipierte bereits zu Beginn der Pandemie 2020, dass diese Krise sich auch auf seine Lieferketten auswirken und es zu Lieferengpässen kommen könnte. Deshalb hat BMS frühzeitig begonnen, seine Logistik auf ein agiles Supply Chain Management umzustellen. Dadurch ist BMS nun in der Lage, seine Produkte sogar schneller zu liefern als zuvor, und hat die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten reduziert.

B Medical Systems ist ein globaler Hersteller und Vertreiber von Lösungen für Kühlketten von Impfstoffen und medizinische Kühllösungen. In den drei Hauptgeschäftsbereichen Impfstoffkühlkette, medizinische Kältetechnik und Blutmanagement bietet das Unternehmen über 100 Produkte an. Zu den wichtigsten Produkten von B Medical Systems gehören Impfstoffkühlschränke (eisgekühlte und solarbetriebene Kühlschränke mit Direktantrieb (SDD)), Laborkühlschränke, Blutbankkühlschränke, Laborgefrierschränke, Apothekenkühlschränke, Ultratiefkühlschränke und Transportboxen. Alle Produkte verfügen über integrierte 24/7-Fernüberwachungsfunktionen, die zusätzlich dafür sorgen, dass die Produkte ein Höchstmaß an Sicherheit und Zuverlässigkeit bieten. Die Produkte von B Medical Systems werden in mehr als 140 Ländern eingesetzt und auf der ganzen Welt wurden mehr als 500.000 Produkte installiert. B Medical Systems hat Niederlassungen in den USA und Indien.

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Rhenus jetzt auch in Kroatien: Logistikdienstleister erwirbt Log Adria

Durch die vollständige Übernahme des kroatischen Logistikunternehmens Log Adria Ende Juni baut Rhenus ihre Aktivitäten auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens aus. Insbesondere bei Speditionsleistungen, Transportketten und Dienstleistungen über die kroatischen Häfen Rijeka und Ploče will sich der Logistikdienstleister stärker in der Region engagieren.

Rhenus und Log Adria haben bereits in der Vergangenheit erfolgreich zusammengearbeitet. Mit der Übernahme verstärkt der Logistikdienstleister seine Präsenz im Balkanraum und ist nun erstmalig auch mit eigenen Standorten in Kroatien vertreten. Darüber hinaus ist Rhenus bereits in Rumänien, Bulgarien, Slowenien und Serbien aktiv.

Log Adria bringt insbesondere ihr Regional- und Produkt-Know-how in unser Unternehmen ein. Diese langjährige Kenntnis der Kunden und Geschäftspartner vor Ort verbindet Rhenus mit dem eigenen weltweiten Netzwerk, das durch den Erwerb sinnvoll erweitert wird“, betont Patrick Schäffer, Sprecher der Geschäftsleitung von Rhenus Commodity Logistics.

Das 2014 gegründete Unternehmen Log Adria bietet an seinem Sitz in der kroatischen Hafenstadt Rijeka Seefracht- und Speditionsdienstleistungen an. Hinzu kommen eine Seefrachtniederlassung in Ploče im Süden des Landes sowie Luftfrachtstandorte in der Hauptstadt Zagreb und im serbischen Belgrad.

Über Rhenus
Die Rhenus Gruppe ist einer der führenden, weltweit operierenden Logistikdienstleister mit einem Jahresumsatz von 5,4 Milliarden Euro. 33.500 Mitarbeitende engagieren sich an 820 Standorten und entwickeln innovative Lösungen entlang der gesamten Supply Chain. Ob Transport, Lagerung, Verzollung oder Mehrwertleistungen: Das Familienunternehmen bündelt seine Dienstleistungen in unterschiedlichen Geschäftsfeldern, in denen die Bedürfnisse der Kunden zu jeder Zeit im Mittelpunkt stehen.

 

Rhenus jetzt auch in Kroatien: Logistikdienstleister erwirbt Log Adria

Foto: Rhenus baut durch die Übernahme von Log Adria seine Präsenz im Balkanraum aus. Bildrechte: Log Adria d.o.o.

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Mehr Nachhaltigkeit durch eine bessere Finanzierung von Lieferpartnern

 

Sustainable Supply Chain Finance verbessert die ökologische und soziale Bilanz von Lieferketten. Das Prinzip „Wer nachhaltiger produziert, profitiert von besseren Zahlungskonditionen“ diskutierten Expertinnen und Experten aus über 30 Ländern auf dem 2. Supply Chain Finance HUB der Technischen Universität München (TUM) am Campus Heilbronn. Der digitale HUB war über innovative Networking-Formate ausgesprochen interaktiv gestaltet.

Environment, Social, Governance: Die ESG-Kriterien haben sich für die Bewertung der Nachhaltigkeit von Lieferketten durchgesetzt. Auch für die Finanzmärkte sind ökologisch-soziale Kriterien und Compliance-Aspekte der Maßstab für die Bewertung nachhaltiger Investments, deren Bedeutung für Investoren ständig zunimmt. Der Zusammenhang ist wichtig, denn die Instrumente der Lieferkettenfinanzierung lassen sich nutzen, um die Nachhaltigkeit von Lieferanten im Rahmen einer gezielten Sustainable Supply Chain Finance (SSCF) langfristig zu verbessern.

Finanzierungsinstrumente nutzen
Dass Nachhaltigkeit, Working Capital und Risikomanagement in Lieferketten sich gegenseitig befördern können (und nicht etwa im Widerspruch zueinanderstehen), zeigte der 2. Supply Chain Finance HUB der TU München Campus Heilbronn mit dem Schwerpunkt „Increasing Sustainability Performance with Supply Chain Finance“ mit 250 Registrierungen aus über 30 Ländern. „Die internationale Resonanz beweist das enorme globale Interesse an diesem Thema“, erklärt Prof. Dr. David Wuttke, Professor für Supply Chain Management an der TU München Campus Heilbronn und Organisator der Veranstaltung.

Es geht um tausende, für komplexe Liefernetzwerke um Millionen Lieferpartner. Je weiter unten diese in der Lieferkette sind, desto anspruchsvoller ist das Monitoring und desto geringer der direkte Einfluss einkaufender Unternehmen. Dennoch setzt auch das deutsche Sorgfaltspflichtengesetz zunächst bei den direkten Lieferbeziehungen an, in der Erwartung, dass die Anforderungen weitergegeben werden. „Die Strukturen werden sich wandeln, selbst bei Unternehmen, die vom Gesetz nicht direkt betroffen sind, aber ihre Kunden“, beschreibt Dr. Thomas Volant, Partner bei der weltweit umsatzstärksten Wirtschaftskanzlei Clifford Chance, die anstehenden Veränderungen. Dr. Alexander Regelmann, Global Category Manager beim Chemieunternehmen Clariant, betont den holistischen Ansatz nachhaltiger Beschaffung: „Wenn wir als Unternehmen gegenüber unseren Kunden glaubwürdig sein wollen, müssen wir in die Betrachtung alle Produkte und Warengruppen einbeziehen.“ Als Vorgehensweise empfiehlt Dr. Anna Grobecker, BearingPoint: „Überlegen Sie, wo Ihre wesentlichen Hebel für eine nachhaltigere Lieferkette sind. Darunter sind Quickwins und natürlich Felder, in die Sie mehr investieren müssen.“

Anreize für Lieferanten schaffen
Welche Gestaltungsmöglichkeiten hat der Einkauf konkret mit Blick auf eine nachhaltige Beschaffung? Ist Lieferkettenfinanzierung über Reverse Factoring nach dem Prinzip „Wer nachhaltiger produziert, wird (durch einen vom einkaufenden Unternehmen beauftragten Finanzdienstleister) früher bezahlt“ ein geeignetes Instrument, um die ökologische und soziale Performance von Lieferanten zu verbessern? Reagieren Lieferanten auf eine solche Incentivierung? Investieren sie das Geld an den richtigen Stellen? Prof. Suvrat Dhanorkar von der Penn State University vergleicht die nachhaltige Transformation mit der Durchsetzung des Qualitätsmanagements in den 1980er/1990er Jahren. „Damals gab es ganz ähnliche Debatten“, erklärt er und zeigt sich trotz der Komplexität der Aufgabe angesichts der Forschungsergebnisse zuversichtlich. Allein die Messbarkeit der Kriterien schätzt nicht nur er als Herausforderung ein.

Kapitalmärkte spielen mit
Für die Finanzmärkte gilt Nachhaltigkeit längst als Gamechanger. „Die Nachfrage nach und das Potenzial von nachhaltigen Investitionsmöglichkeiten sind riesig“, erklärt Katharina Michael, Managing Director, Co-Head Global Transaction Banking Germany at HypoVereinsbank – UniCredit Bank AG und stellt mit Blick auf die Nachprüfbarkeit aber klar: „Es ist nicht Aufgabe einer Bank die Lieferketten-Kennzahlen von Unternehmen zu beurteilen. Die ESG-Beurteilung obliegt den einkaufenden Unternehmen selbst und/oder Rating-Agenturen.“ Tom Dunn, Vorstand des Londoner Supply Chain Finance-Anbieters Orbian, weiß, wie schwer sich viele Firmen noch mit diesem Thema tun: „Bei Sustainable Supply Chain Finance geht es um eine enge Begleitung der Kunden bei der Transformation“, betont er. Schließlich spielten bei der Lieferkettenfinanzierung auch weiterhin Faktoren wie die Optimierung des eigenen Working Capital eine Rolle.

Kollaboration Einkauf/Treasury
So oder so sind die Anforderungen an die Programme hoch. Nachhaltige Lieferantenfinanzierung braucht neben ausgewiesener Finanzexpertise eine tiefe Kenntnis der eigenen Beschaffungsmärkte, Warengruppen und Lieferanten und infolgedessen sehr individuelle Konzepte. Nur dann passen die Hebel und es kommt zu den gewünschten Effekten. Für Puma hat Frank Wächter, Leiter Treasury, ein solches Konzept entwickelt. Der Sportartikelhersteller fördert seit 2016 über ein ESG-getriebenes Reverse Factoring mit Erfolg die soziale und ökologische Performance seiner Lieferanten. Frank Wächter betont: „Treasury und Einkauf müssen für SSCF eng zusammenarbeiten, um Lieferanten sinnvoll zu clustern und Kennzahlen zu finden, die sowohl aus Sicht von Finance, als auch aus Sicht der Beschaffung und mit Blick auf die Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens die richtigen sind.“ Was bedeutet: Einkauf, Finance und Treasury müssen ihre Silos verlassen und kollaborieren.

Hebel auch für Risikoländer
„Sustainable Supply Chain Finance braucht ein sensibles Management, damit die Lieferanten den Weg mitgehen und es nicht zu unerwünschten Effekten kommt“, fasst Prof. David Wuttke die Diskussionen aus den verschiedenen Networking-Sessions zusammen. Was so viel heißt wie: Langsam entwickeln statt vorschnell Lieferanten wechseln. Schließlich hat auch die abrupte Trennung von Lieferanten soziale Auswirkungen, die im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes bedacht werden sollten. Gleichzeitig liegt genau hierin eine Chance: Lieferanten aus Entwicklungsländern haben oftmals keinen eigenen Zugang zu den Finanzmärkten. Deshalb kann gerade in kritischen Beschaffungsmärkten die bevorzugte, an ESG-Kriterien gebundene Finanzierung entscheidende Impulse für eine nachhaltige Entwicklung geben.

Ein weiteres Ergebnis des 2. digitalen HUB der TU München Campus Heilbronn: Das kurzweile Format mit toolgestützten Panels, Expert*innen-Talks, interaktiven Diskussionsrunden und viel Gelegenheiten zum persönlichen Austausch fand bei den Teilnehmenden großen Anklang. Auch der 3. Supply Chain Finance HUB der TUM am Campus Heilbronn wird digital stattfinden. Thema & Termin: „Blockchain and Supply Chain Finance“ vom 26. bis 28. Oktober 2021.

Die Technische Universität München am Campus Heilbronn ist seit dem Wintersemester 2018/19 am Bildungscampus der Dieter Schwarz Stiftung präsent. Schwerpunkte der Programme liegen auf dem Management des digitalen Wandels sowie auf
Familienunternehmen. Forschung und Lehre zielen auf einen Brückenschlag zwischen Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurswissenschaften und Information Technologies in einem dynamischen, internationalen Umfeld. So entstehen moderne
Forschungsfelder, etwa mit Bezug zu Digitaler Transformation und Plattformökonomie, die in den innovativen Unternehmen der Region Heilbronn-Franken, aber auch weltweit Verwendung finden. Die durchgängig englischsprachigen Bachelor- und MasterStudiengänge bereiten auf eine Karriere in technologie-getriebenen Unternehmen vor. Eine intensive Betreuung durch Professor:innen mit internationalem Renommee und kleine, internationale Lerngruppen, machen das Studium am TUM-Campus Heilbronn zu etwas Besonderem.

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