IFCO stellt umfassende ESG-Strategie gegen Klimawandel, Lebensmittelverschwendung und Einwegverpackungen vor

Das Unternehmen veröffentlicht ambitionierte Ziele, die sich positiv auf Umwelt und Gesellschaft auswirken sollen und mit denen das Unternehmen seine Wertschöpfungskette bis 2040 mit Netto-Null-Emissionen betreiben will

München, 17. November 2021: IFCO, der weltweit führende Anbieter von wiederverwendbaren Verpackungen für frische Lebensmittel, stellt seine umfassende ESG-Strategie (Environmental, Social, Governance) bis 2025 vor, um die Kreislaufwirtschaft noch erfolgreicher zu machen. Zu den Hauptzielen gehören die Bekämpfung des Klimawandels, das Fördern von Diversität und Inklusion sowie die Reduktion von Lebensmittelabfällen und Einwegverpackungen. Zusammen mit der ESG-Strategie veröffentlicht IFCO außerdem seinen ersten eigenständigen ESG-Report. In dem umfassenden Bericht geht es um die wichtigsten Themen für das Unternehmen, die mit den Prinzipien Thriving Business, Thriving Planet und Thriving Society überschrieben sind. Der Report entspricht den internationalen Standards der Global Reporting Initiative, des Sustainability Accounting Standards Board (SASB) sowie von United Nations Global Impact.

Das Geschäftsmodell von IFCO basiert bereits seit der Unternehmensgründung vor fast 30 Jahren auf den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft. Erst kürzlich wurde die europäische Lift-Lock-Serie der RPCs mit der Cradle to Cradle Certified® Silver-Zertifizierung ausgezeichnet. IFCO RPCs werden bis zu 120 Mal wiederverwendet, gereinigt, desinfiziert sowie am Ende ihrer Lebensdauer granuliert, um neue Behälter herzustellen. Dieses Vorgehen bietet zahlreiche Vorteile für die Umwelt. So ermöglicht IFCO im Vergleich zu Einwegverpackungen erhebliche CO2-, Wasser- und Energieeinsparungen sowie die Reduzierung von Feststoff- und Lebensmittelabfällen. Als Weltmarktführer für den nachhaltigen Transport von frischen Lebensmitteln möchte IFCO Erzeuger, Einzelhändler und Konsumenten dabei unterstützen, ihren Beitrag zum Umweltschutz und einer ressourcenschonenden Lieferkette zu leisten. Allein im Jahr 2021 haben IFCO-Kunden die Kohlenstoffemissionen in ihrer Lieferkette um bis zu 60% im Vergleich zur Verwendung von Einwegverpackungen gesenkt.

Neue Strategie intensiviert Bemühungen für ressourcenschonende Lieferketten

IFCO hat bereits zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um seine Geschäftsabläufe umweltfreundlicher zu gestalten. So werden Materialien recycelt und am Ende ihres Lebenszyklus wiederverwendet, um neue RPCs zu produzieren. Nicht zuletzt deshalb hat IFCO die Cradle to Cradle-Zertifizierung für die Wiederverwertung von Materialien auf dem Gold-Level erhalten. Darüber hinaus reduziert IFCO CO2-Emissionen durch die Optimierung seines Netzwerks und den Einsatz multimodaler Transportmittel. Zudem verbessert das Unternehmen die Technologien in seinen Waschzentren, um mithilfe geschlossener Kreislaufsysteme mehr Wasser wiederzuverwenden und den Energieverbrauch zu reduzieren. Außerdem arbeitet IFCO mit Lebensmitteltafeln auf der ganzen Welt zusammen. Das reduziert Lebensmittelverschwendung und unterstützt Menschen, die am nötigsten auf Hilfe angewiesen sind.

„Mit unseren Maßnahmen zu mehr Umweltschutz haben wir bereits beträchtliche Erfolge erzielt. Gleichzeitig erkennen wir an, dass es noch mehr zu tun gibt. Zusammen mit unseren Partnern arbeiten wir tagtäglich daran, unser Geschäftsmodell noch nachhaltiger zu machen. Mithilfe unserer neuen ESG-Strategie können wir Lieferketten für frische Lebensmittel nachhaltig gestalten und positive Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesellschaft erzielen“, erklärt Michael Pooley, CEO bei IFCO.

IFCO hat vor kurzem den UN Global Impact unterzeichnet und unterstützt damit dessen zehn Prinzipien für Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung.

Die ESG-Strategie von IFCO unterstützt die Kreislaufwirtshaft mit den folgenden drei Hauptzielen:

– Thriving Business – IFCO möchte die Lieferketten für frische Lebensmittel mithilfe der Kreislaufwirtschaft sowie durch Innovationen und erstklassige Produkte resilient für die Herausforderungen der Zukunft aufstellen. Konkret will das Unternehmen die Umweltvorteile für die Lieferketten seiner Kunden verdoppeln. Dazu sollen angemessene Richtlinien und Schulungen eingeführt und die Zusammenarbeit mit den Kunden ausgeweitet werden.
– Thriving Planet – Um natürliche Ressourcen zu schonen möchte IFCO zusätzlich zu den Vorteilen seines Share & Reuse-Prinzips weitere Maßnahmen ergreifen. So will das Unternehmen sein Geschäft bereits 2025 CO2-neutral und die Wertschöpfungskette 2040 mit Netto-Null-Emissionen betreiben. Darüber hinaus arbeitet IFCO daran, Abfall vollständig zu vermeiden.
– Thriving Society – IFCO ist ein sicherer, diverser und inklusiver Arbeitgeber. Das Unternehmen hat sich einen Frauenanteil von 40 % in Führungspositionen zum Ziel gesetzt und möchte eine höchstmögliche Mitarbeiterzufriedenheit erreichen. Zudem nimmt IFCO eine Vorreiterrolle im Bereich Gesundheit und Sicherheit ein und arbeitet an der Reduzierung von Lebensmittelverschwendung durch die Kooperation mit Lebensmitttafeln weltweit und innovative Lösungen.

Wie im ESG-Bericht ausgeführt, sind die Nachhaltigkeitsziele von IFCO für 2025 eng an die United Nations Sustainable Development Goals (SDGs) angelehnt. Insbesondere durch das Kreislaufprinzip des Geschäftsmodells können Kunden SDG 12 erreichen, einen nachhaltigen Konsum und eine nachhaltige Produktion. Mit seiner ESG-Strategie möchte IFCO die Kreislaufwirtschaft weiter fördern und gemeinsam mit seinen Partnern, seinen Mitarbeitern, Kunden und der Gesellschaft eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

IFCO ist der weltweit führende Anbieter von Mehrwegverpackungslösungen für Frischprodukte und betreut Kunden in über 50 Ländern. Das Unternehmen verfügt weltweit über einen Pool von mehr als 325 Millionen Mehrwegbehältern (Reusable Plastic Containers – RPCs), die jährlich für über 1,9 Milliarden Auslieferungen von frischem Obst und Gemüse, Fleisch, Geflügel, Fischereierzeugnissen, Eiern, Brot und anderen Produkten von den Produzenten zum Einzelhandel eingesetzt werden. IFCO RPCs sorgen für eine optimierte Lebensmittel-Lieferkette, denn sie bewahren Frische und Qualität der Produkte, sparen Kosten, reduzieren den Warenverderb und sind umweltfreundlicher als Einwegverpackungen. Mehr Informationen finden Sie unter https://www.ifco.com/de/
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Expertenkommentar von C.H. Robinson: Die klimaneutrale Lieferkette ist keine Illusion

Wie C.H. Robinson Kunden dabei unterstützt, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen

2050 soll Europa der erste klimaneutrale Kontinent sein, so das Ziel der EU. Um das zu erreichen, muss eine Menge passieren, unter anderem im Bereich Transport. Gut ein Fünftel der weltweiten Emissionen stammen aus dieser Branche. Die Frage, ob Lieferketten und Logistik wirklich nachhaltig sein können, ist also dringender denn je.

Um die Logistikbranche nachhaltiger zu machen gibt C.H. Robinson seinen Kunden zahlreiche Tools und Lösungen an die Hand, mit denen das eigene Geschäftsmodell umweltschonender funktioniert. Darüber hinaus geht C.H. Robinson selbst mit gutem Beispiel voran: Das Unternehmen hat sich vorgenommen, die eigene globale Kohlenstoffintensität bis 2025 um 40 Prozent zu reduzieren. Zu den Lösungen, mit denen Logistik- und Transportunternehmen ihre Nachhaltigkeitsziele erreichen können, zählen folgende:

-C.H. Robinson arbeitet aktiv an einer Monitoring-Technologie, die Emissionen automatisch kalkuliert und eine unmittelbare Visualisierung des CO2-Ausstoßes ermöglicht. Dieses System wird aktuell in den USA erfolgreich getestet. Bald soll es auch in Europa zur Verfügung stehen.

-Mithilfe von intermodalem Transport lässt sich die Emissionsbilanz von Langstreckentransporten deutlich optimieren. Daher baut C.H. Robinson sein intermodales Angebot in Europa weiter aus.

-Die selbstentwickelte Navisphere-Plattform vernetzt Kunden, Spediteure und Mitarbeiter. Dies ermöglicht Kollaboration, Echtzeit-Transparenz und aussagekräftige Datenanalysen, unabhängig von Standort oder Transportmittel der Lieferung. So lassen sich Lieferwege optimieren und die CO2-Emissionen begrenzen.

-Die Zusammenarbeit mit beinahe 200.000 Kunden gibt C.H. Robinson eine einzigartige Grundlage an Logistikdaten. Diese hilft, Transparenz und Effizienz sämtlicher Lieferketten kontinuierlich zu erhöhen.

-Im Rahmen einer individuellen Lieferkettenbewertung analysieren Experten alle Sendungen über Verkehrsträger und Regionen hinweg, um Effizienzmöglichkeiten aufzuzeigen, Einsparungen zu erhöhen und den Schadstoffausstoß zu reduzieren.

-Die meisten Maßnahmen zur Kostensenkung senken gleichzeitig auch die verursachten Emissionen. Konsolidierte Lieferungen mit optimierten Kapazitäten führen zu niedrigeren Gesamtkosten und einer besseren Klimabilanz – eine Win-Win-Situation.

Die Transport- und Logistikbranche steht mit dem Ziel der Klimaneutralität vor einer gewaltigen Aufgabe. Doch bereits jetzt existieren Lösungen, um diesem Ziel näher zu kommen. Für C.H. Robinson stellt sich nicht die Frage, ob Lieferketten nachhaltig sein können. Die wirkliche Frage ist, wann sie es sein werden und was dafür getan werden muss.

Bei C.H. Robinson arbeiten Logistikexperten, Innovationsteams und Datenwissenschaftler mit Kunden und Spediteuren zusammen, um personalisierte Lösungen für die Optimierung der Supply-Chain zu entwickeln. Mit Navisphere® und mit Hilfe der verfügbaren Daten der unterschiedlichen Lieferwege stellen wir die besten Analysen bereit, um Lieferketten zukunftsfähig und nachhaltig zu optimieren.C.H. Robinson löst einfache bis hochkomplexe Logistikprobleme für Unternehmen auf der ganzen Welt und über alle Branchen hinweg. Mit einem verwalteten Frachtvolumen von über 21 Milliarden US-Dollar und 19 Millionen Sendungen pro Jahr ist das Unternehmen eine der größten Logistikplattformen der Welt. Sein globales Dienstleistungsangebot beschleunigt den Handel und ermöglicht, dass die Produkte und Waren, die die Weltwirtschaft antreiben, nahtlos geliefert werden. Mit der Kombination aus multimodalen Transportmanagementsystem und Expertise nutzt C.H. Robinson seinen Informationsvorsprung, um intelligentere Lösungen für mehr als 105.000 Kunden und 73.000 Vertragsspediteure zu liefern. Die Technologie wird von und für Supply-Chain-Experten entwickelt, um schnellere und sinnvollere Verbesserungen zu erzielen. Als verantwortungsbewusster Global Citizen ist das Unternehmen sehr stolz darauf wichtige Initiativen, die das Unternehmen und seine Mitarbeiter bewegen, mit Millionen von Dollar zu unterstützen.
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Mehr Nachhaltigkeit durch eine bessere Finanzierung von Lieferpartnern

 

Sustainable Supply Chain Finance verbessert die ökologische und soziale Bilanz von Lieferketten. Das Prinzip „Wer nachhaltiger produziert, profitiert von besseren Zahlungskonditionen“ diskutierten Expertinnen und Experten aus über 30 Ländern auf dem 2. Supply Chain Finance HUB der Technischen Universität München (TUM) am Campus Heilbronn. Der digitale HUB war über innovative Networking-Formate ausgesprochen interaktiv gestaltet.

Environment, Social, Governance: Die ESG-Kriterien haben sich für die Bewertung der Nachhaltigkeit von Lieferketten durchgesetzt. Auch für die Finanzmärkte sind ökologisch-soziale Kriterien und Compliance-Aspekte der Maßstab für die Bewertung nachhaltiger Investments, deren Bedeutung für Investoren ständig zunimmt. Der Zusammenhang ist wichtig, denn die Instrumente der Lieferkettenfinanzierung lassen sich nutzen, um die Nachhaltigkeit von Lieferanten im Rahmen einer gezielten Sustainable Supply Chain Finance (SSCF) langfristig zu verbessern.

Finanzierungsinstrumente nutzen
Dass Nachhaltigkeit, Working Capital und Risikomanagement in Lieferketten sich gegenseitig befördern können (und nicht etwa im Widerspruch zueinanderstehen), zeigte der 2. Supply Chain Finance HUB der TU München Campus Heilbronn mit dem Schwerpunkt „Increasing Sustainability Performance with Supply Chain Finance“ mit 250 Registrierungen aus über 30 Ländern. „Die internationale Resonanz beweist das enorme globale Interesse an diesem Thema“, erklärt Prof. Dr. David Wuttke, Professor für Supply Chain Management an der TU München Campus Heilbronn und Organisator der Veranstaltung.

Es geht um tausende, für komplexe Liefernetzwerke um Millionen Lieferpartner. Je weiter unten diese in der Lieferkette sind, desto anspruchsvoller ist das Monitoring und desto geringer der direkte Einfluss einkaufender Unternehmen. Dennoch setzt auch das deutsche Sorgfaltspflichtengesetz zunächst bei den direkten Lieferbeziehungen an, in der Erwartung, dass die Anforderungen weitergegeben werden. „Die Strukturen werden sich wandeln, selbst bei Unternehmen, die vom Gesetz nicht direkt betroffen sind, aber ihre Kunden“, beschreibt Dr. Thomas Volant, Partner bei der weltweit umsatzstärksten Wirtschaftskanzlei Clifford Chance, die anstehenden Veränderungen. Dr. Alexander Regelmann, Global Category Manager beim Chemieunternehmen Clariant, betont den holistischen Ansatz nachhaltiger Beschaffung: „Wenn wir als Unternehmen gegenüber unseren Kunden glaubwürdig sein wollen, müssen wir in die Betrachtung alle Produkte und Warengruppen einbeziehen.“ Als Vorgehensweise empfiehlt Dr. Anna Grobecker, BearingPoint: „Überlegen Sie, wo Ihre wesentlichen Hebel für eine nachhaltigere Lieferkette sind. Darunter sind Quickwins und natürlich Felder, in die Sie mehr investieren müssen.“

Anreize für Lieferanten schaffen
Welche Gestaltungsmöglichkeiten hat der Einkauf konkret mit Blick auf eine nachhaltige Beschaffung? Ist Lieferkettenfinanzierung über Reverse Factoring nach dem Prinzip „Wer nachhaltiger produziert, wird (durch einen vom einkaufenden Unternehmen beauftragten Finanzdienstleister) früher bezahlt“ ein geeignetes Instrument, um die ökologische und soziale Performance von Lieferanten zu verbessern? Reagieren Lieferanten auf eine solche Incentivierung? Investieren sie das Geld an den richtigen Stellen? Prof. Suvrat Dhanorkar von der Penn State University vergleicht die nachhaltige Transformation mit der Durchsetzung des Qualitätsmanagements in den 1980er/1990er Jahren. „Damals gab es ganz ähnliche Debatten“, erklärt er und zeigt sich trotz der Komplexität der Aufgabe angesichts der Forschungsergebnisse zuversichtlich. Allein die Messbarkeit der Kriterien schätzt nicht nur er als Herausforderung ein.

Kapitalmärkte spielen mit
Für die Finanzmärkte gilt Nachhaltigkeit längst als Gamechanger. „Die Nachfrage nach und das Potenzial von nachhaltigen Investitionsmöglichkeiten sind riesig“, erklärt Katharina Michael, Managing Director, Co-Head Global Transaction Banking Germany at HypoVereinsbank – UniCredit Bank AG und stellt mit Blick auf die Nachprüfbarkeit aber klar: „Es ist nicht Aufgabe einer Bank die Lieferketten-Kennzahlen von Unternehmen zu beurteilen. Die ESG-Beurteilung obliegt den einkaufenden Unternehmen selbst und/oder Rating-Agenturen.“ Tom Dunn, Vorstand des Londoner Supply Chain Finance-Anbieters Orbian, weiß, wie schwer sich viele Firmen noch mit diesem Thema tun: „Bei Sustainable Supply Chain Finance geht es um eine enge Begleitung der Kunden bei der Transformation“, betont er. Schließlich spielten bei der Lieferkettenfinanzierung auch weiterhin Faktoren wie die Optimierung des eigenen Working Capital eine Rolle.

Kollaboration Einkauf/Treasury
So oder so sind die Anforderungen an die Programme hoch. Nachhaltige Lieferantenfinanzierung braucht neben ausgewiesener Finanzexpertise eine tiefe Kenntnis der eigenen Beschaffungsmärkte, Warengruppen und Lieferanten und infolgedessen sehr individuelle Konzepte. Nur dann passen die Hebel und es kommt zu den gewünschten Effekten. Für Puma hat Frank Wächter, Leiter Treasury, ein solches Konzept entwickelt. Der Sportartikelhersteller fördert seit 2016 über ein ESG-getriebenes Reverse Factoring mit Erfolg die soziale und ökologische Performance seiner Lieferanten. Frank Wächter betont: „Treasury und Einkauf müssen für SSCF eng zusammenarbeiten, um Lieferanten sinnvoll zu clustern und Kennzahlen zu finden, die sowohl aus Sicht von Finance, als auch aus Sicht der Beschaffung und mit Blick auf die Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens die richtigen sind.“ Was bedeutet: Einkauf, Finance und Treasury müssen ihre Silos verlassen und kollaborieren.

Hebel auch für Risikoländer
„Sustainable Supply Chain Finance braucht ein sensibles Management, damit die Lieferanten den Weg mitgehen und es nicht zu unerwünschten Effekten kommt“, fasst Prof. David Wuttke die Diskussionen aus den verschiedenen Networking-Sessions zusammen. Was so viel heißt wie: Langsam entwickeln statt vorschnell Lieferanten wechseln. Schließlich hat auch die abrupte Trennung von Lieferanten soziale Auswirkungen, die im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes bedacht werden sollten. Gleichzeitig liegt genau hierin eine Chance: Lieferanten aus Entwicklungsländern haben oftmals keinen eigenen Zugang zu den Finanzmärkten. Deshalb kann gerade in kritischen Beschaffungsmärkten die bevorzugte, an ESG-Kriterien gebundene Finanzierung entscheidende Impulse für eine nachhaltige Entwicklung geben.

Ein weiteres Ergebnis des 2. digitalen HUB der TU München Campus Heilbronn: Das kurzweile Format mit toolgestützten Panels, Expert*innen-Talks, interaktiven Diskussionsrunden und viel Gelegenheiten zum persönlichen Austausch fand bei den Teilnehmenden großen Anklang. Auch der 3. Supply Chain Finance HUB der TUM am Campus Heilbronn wird digital stattfinden. Thema & Termin: „Blockchain and Supply Chain Finance“ vom 26. bis 28. Oktober 2021.

Die Technische Universität München am Campus Heilbronn ist seit dem Wintersemester 2018/19 am Bildungscampus der Dieter Schwarz Stiftung präsent. Schwerpunkte der Programme liegen auf dem Management des digitalen Wandels sowie auf
Familienunternehmen. Forschung und Lehre zielen auf einen Brückenschlag zwischen Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurswissenschaften und Information Technologies in einem dynamischen, internationalen Umfeld. So entstehen moderne
Forschungsfelder, etwa mit Bezug zu Digitaler Transformation und Plattformökonomie, die in den innovativen Unternehmen der Region Heilbronn-Franken, aber auch weltweit Verwendung finden. Die durchgängig englischsprachigen Bachelor- und MasterStudiengänge bereiten auf eine Karriere in technologie-getriebenen Unternehmen vor. Eine intensive Betreuung durch Professor:innen mit internationalem Renommee und kleine, internationale Lerngruppen, machen das Studium am TUM-Campus Heilbronn zu etwas Besonderem.

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