BNP Paribas Real Estate veröffentlicht Logistikmarkt-Zahlen zum ersten Quartal 2021 – Düsseldorfer Logistikmarkt trotzt der Corona-Krise

Der Düsseldorfer Logistikmarkt startet dynamisch ins Jahr und liegt mit einem Flächenumsatz von 50.000 m² nur unwesentlich unter dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums (-4 %), das noch größtenteils vor Ausbruch der Corona-Pandemie erzielt wurde. Im Vergleich zum 10-Jahres-Schnitt steht sogar eine Steigerung von knapp 14 % zu Buche. Dies ergibt eine Analyse von BNP Paribas Real Estate.

„Es zeigt sich, dass die Corona-Krise derzeit keine signifikanten Auswirkungen auf den Düsseldorfer Logistikmarkt hat, zumal die gesamtwirtschaftlichen Aussichten weiterhin vielversprechend sind und der Logistiksektor an sich zu den Krisengewinnern gezählt wird. Insofern ist auch in Düsseldorf weiterhin eine hohe Nachfrage nach Logistikflächen zu beobachten“, so Christopher Raabe, Geschäftsführer und Head of Logistics & Industrial der BNP Paribas Real Estate GmbH. Diese trifft jedoch auf ein viel zu geringes Angebot. Vor allem im Neubausegment besteht ein eklatanter Flächenmangel, der sich auch im Ergebnis deutlich niederschlägt: Während im Q1 2020 noch 71 % des Umsatzes auf Neubauobjekte entfielen, liegt der Anteil jetzt bei knapp 12 %. Mit gut 88 % wird der Löwenanteil des Flächenumsatzes mit Bestandsflächen getätigt.

Auch wenn die Aussagekraft der Umsatzverteilung nach Branchen zum jetzigen Zeitpunkt noch sehr begrenzt ist, deutet sich jedoch bereits an, dass Handelsunternehmen dem Markt ihren Stempel aufdrücken dürften. Aufgrund einer Vielzahl kleinerer Abschlüsse erreichen sie im ersten Quartal einen Marktanteil von satten 60 %. Hierzu beigetragen haben neben klassischen Handelsunternehmen wie der H&H GmbH, die 4.300 m² Logistikfläche in Langenfeld angemietet hat, insbesondere E-Commerce-Anbieter, die mit mehreren Abschlüssen auf sich aufmerksam gemacht haben. Dank des Vertrags von Coca-Cola über 10.600 m² Logistikfläche in Mönchengladbach – gleichzeitig der größte Abschluss des ersten Quartals – belegt der Sektor Industrie und Produktion den zweiten Platz mit knapp 30 % Marktanteil. Die Branchen Baugewerbe/Handwerk (2,5 %) und Sonstige (8 %) spielen bislang eine untergeordnete Rolle. Noch ohne nennenswerten Abschluss sind Logistikdienstleister, die im Vorjahr über 50% generiert hatten.

Kleine Abschlüsse dominieren, Spitzen- und Durchschnittsmieten stabil

Während zum Jahresauftakt 2020 die Anteilsklasse zwischen 8.000 und 12.000 m² den Markt beherrschte, fällt im aktuellen Jahr mit dem bereits genannten Vertrag von Coca-Cola erst ein Abschluss in diese Kategorie, die damit auf gut 21 % Marktanteil kommt. Die beiden kleinsten Größenklassen unter 5.000 m² erzielen hingegen zusammen dank einer klar gestiegenen Anzahl an Vertragsabschlüssen fast 80 % des Gesamtumsatzes, während Großabschlüsse über 12.000 m² weiterhin gänzlich fehlen.

Seit dem Jahresende 2020 hat sich die Spitzenmiete seitwärts entwickelt und liegt weiterhin bei 6,10 €/m². Im Vorjahresvergleich steht jedoch ein Zuwachs um gut 6 % zu Buche. Die Höchstmiete wird mittlerweile vor allem für Neubauten im Düsseldorfer Süden erzielt, wobei die gestiegenen Grundstückskosten als Folge der ausgeprägten Flächenknappheit eine zunehmende Rolle bei der Preisfindung spielen. Bei der Durchschnittsmiete sind keine relevanten Änderungen zu beobachten. Derzeit werden 5,10 €/m² aufgerufen, was einem Rückgang um knapp 2 % im Vergleich zu Q4 2020 entspricht. Grundsätzlich zeigen sich die Mietpreise im gesamten Marktgebiet stabil; nur bei Altbeständen in Randlagen kann es zu vereinzelt sinkenden Mieten kommen.

„Der Düsseldorfer Logistikmarkt startet vielversprechend in das neue Jahr und bleibt beim Flächenumsatz nur um Haaresbreite hinter dem Vorjahreszeitraum zurück. Während der Einfluss der Corona-Krise derzeit überschaubar ist, bleibt der Flächenmangel das alles bestimmende Thema. Nach wie vor können viele Flächengesuche mangels Angebot nicht umgesetzt werden. Für ein wenig Entlastung könnte ein spekulativ errichtetes Logistikobjekt in Krefeld sorgen, das zum Jahresende mit 30.000 m² Logistikfläche bezugsfähig sein wird. Die Nachfrage bleibt indes weiter hoch, sodass grundsätzlich ein Jahresumsatz jenseits der 200.000 m² möglich sein sollte“, fasst Bastian Hafner, Head of Logistics & Industrial Advisory der BNP Paribas Real Estate GmbH, die Aussichten zusammen.

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Chantal Schaum – Tel: +49 (0)69-298 99-948, Mobil: +49 (0)174-903 85 77, chantal.schaum@bnpparibas.com
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BNP Paribas Real Estate ist ein führender internationaler Immobiliendienstleister, der seinen Kunden umfassende Leistungen in allen Phasen des Immobilienzyklus bietet: Transaction, Consulting, Valuation, Property Management, Investment Management und Property Development. Mit 5.000 Mitarbeitenden unterstützt das Unternehmen Eigentümer, Mieter, Investoren und die öffentliche Hand in ihren Projekten dank lokaler Expertise in 30 Ländern (eigene Standorte und Allianzpartner) in Europa, Nahost und Asien. BNP Paribas Real Estate ist Teil der BNP Paribas Gruppe, ein weltweit führender Finanzdienstleister.

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Nur Logistik trotzt Corona-Pandemie – Neuberechnung des IWIP-Industrieimmobilienindex 2020 zeigt Mietsenkungen

Idstein, 20. April 2021. Die Mieten für Industrieimmobilien sind insgesamt im Jahr 2020 durchschnittlich um 2,2 Prozent  gesunken. Diesen Trend weist der IWIP-Index im Vergleich zum Vorjahr aus. Der gemeinsame Index vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) und IndustrialPort (IP) analysiert jährlich die Mietentwicklung von Industrie- und Logistikimmobilien in Deutschland.
Die Ergebnisse für 2020 stehen ganz im Zeichen der Covid-19-Pandemie.

Als klaren Trend haben die Experten herausgearbeitet, dass die Corona-Pandemie Ursache ist für einen Rückgang der bundesweiten Industrie-Produktion von 10,8 Prozent. Im Vergleich zur Vorkrisenzeit mit deutlichen Mietsteigerungen von 8,7 Prozent (2018) beziehungsweise 3,1 Prozent (2019), hat sich die Lage auf dem Industrieimmobilien-Markt sichtbar verändert. Vielerorts wurden durch Auftragseinbrüche deutlich mehr Hallen angeboten als in den Jahren davor. Eine Vermarktung der Hallen war in der Regel trotzdem möglich, da in vielen Teilsegmenten des Marktes weiter große Nachfrage bestand. Die trotz Pandemie als gut zu bezeichnende Nachfrage nach Hallen ergab sich aus noch nicht bedienten Nachholbedarfen sowie coronabedingten Zusatzbedarfen. Diese kamen auf durch sprunghafte Verlagerungen der Nahversorgung und des traditionellen Einzelhandels auf den E-Commerce

Peter Salostowitz, Geschäftsführer von IndustrialPort, zieht ein Fazit des neu berechneten IWIP 2020: „Die Analyse von Standorten und Immobilien ist aktuell wichtiger denn je. Die Erträge für Investoren von Industriehallen sinken. Ausgangspunkt hierfür sind natürlich die schwachen Standorte. Von dort aus geht es weiter zu den durchschnittlichen Lagen. Aber auch die guten Standorte werden von diesem Trend nicht verschont. Der Negativtrend geht in jedem Fall weiter solange die Wirtschaft nicht wieder in einen Vorkrisenmodus umschalten kann durch entsprechende Vorgaben.“

Industrieimmobilien werden entweder für Lager-, Logistik- oder Produktionszwecke genutzt. Im mengenmäßig größten Nutzungssegment der Lagerhallen gingen die Mieten 2020 im Vorjahresvergleich  um 3,9 Prozent zurück. Hierbei waren große Unterschiede in der Angebotszusammensetzung bei Lage und Ausstattungsqualität der Hallen festzustellen.

Der Trend bleibt stabil und positiv: Mieten für Logistikimmobilien trotzen der Rezession; sie kommen besser durch die Corona-Pandemie als die beiden anderen Segmente Lager und Produktion. Entgegen des Markttrends sind die Mieten im Vorjahresvergleich um 5,4 Prozent gestiegen. Grund ist der boomende Onlinehandel. Damit  einher geht die gestiegene Nachfrage nach City-Logistikhallen in Ballungsräumen und Last-Mile-Standorten. Außerhalb dieser Räume sind dagegen häufig Preisrückgänge zu beobachten gewesen. Die Auftragseinbrüche im Automobil- und Maschinenbau schlagen hart durch.

Mieten für Produktionshallen sind im letzten Jahr mit minus 12,9 Prozent besonders stark eingebrochen. Damit folgen diese Mieten der gesunkenen Industrieproduktion. Preiskorrekturen zeigten sich besonders in der Angebots-Qualität. Besonders auffällig findet Peter Salostowitz dabei, dass auf dem Markt deutlich mehr Produktionshallen von bester Qualität mit guter Lage angeboten wurden.

Bundesweit wurde für 2020 ein moderater Mietrückgang von minus 2,2 Prozent im Marktsegment Industrie- und Logistikimmobilien analysiert. Das zeugt von einer hohen Widerstandsfähigkeit der Sparte, die zuvor boomte. Trotzdem offenbart ein genauer Blick, dass auch Industrie- und Logistikhallen stark von der Corona-Pandemie betroffen sind. Die unmittelbaren Effekte sind dabei äußerst unterschiedlich. Während Last-Mile-Delivery und E-Commerce in den Segmenten Lebensmittel, Medizin sowie Pharma stark nachgefragt wurden, mussten andere Segmente wie traditioneller Maschinenbau deutlich Federn lassen. Das führte zu enormen mengenmäßigen und strukturellen Verschiebungen der angebotenen Mietobjekte. Diese lassen sich mit Hilfe des hedonischen Ansatzes des IWIP-Index analysieren. Es ist auch möglich, Preisveränderungen aufgrund von Qualitäts- und Lageveränderungen heraus zu rechnen.

Zur Methode: Das neue Gutachten 2020 präsentiert die Auswertung von rund 9.500 Mietangeboten für Industrieimmobilien aus den Jahren 2019 und 2020. Davon sind etwa 4.900 aus dem Jahr 2020, erhoben im Rahmen des IW-IndustrialPort-Industrieimmobilien-Index (kurz IWIP-Index). Der Datensatz wurde von IndustrialPort zusammen mit einem Netzwerk von 14 namhaften und erfahrenen Partnerunternehmen erstellt. Der IWIP-Index basiert auf einem hedonischen Ansatz; er beschreibt detailliert die Mietentwicklung für die Teilmärkte Lager, Logistik und Produktion.
Die komplette neue und 17-seitige Analyse kann ab sofort über die Webseite von IndustrialPort bezogen werden.

Mehr Infos zum Index:
https://www.industrialport.net/industrieimmobilien-index-iwip/

Kontakt:

Christian Giesen, M.A.

IndustrialPort GmbH & Co. KG
Regulated by RICS
Taubenberg 28
65510 Idstein
Telefon: +49 6126 97 69 619
Mobil:    +49 151 62 51 89 54

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BNP Paribas Real Estate veröffentlicht Logistikmarkt-Zahlen zum ersten Quartal 2021 – Logistikmarkt Ruhrgebiet: Verschnaufpause zum Jahresstart

Essen, 20. April 2021 – Bis Ende März beläuft sich der Umsatz auf dem Logistikmarkt Ruhrgebiet nur auf lediglich 43.000 m². Damit wurde das Ergebnis des sehr starken Vorjahresquartals um fast 75 % verfehlt und auch der Zehnjahresschnitt (-59 %) bleibt in weiter Ferne. Dies ergibt eine Analyse von BNP Paribas Real Estate.

„Nach einem starken Jahr 2020 mit dem zweitbesten Ergebnis der Historie mit 669.000 Quadratmetern Umsatz und einem vor allem im zweiten Halbjahr deutlich beschleunigten Transaktionsgeschehen haben die Marktakteure im Ruhrgebiet zum Jahresstart 2021 vorerst den Fuß vom Gas genommen Viele der verfügbaren Bestandsflächen sowie der im Bau befindlichen Projektentwicklungen wurden bereits im Jahr 2020 vom Markt absorbiert und dies vor allem im Rahmen von großflächigen Transaktionen. Es sind genau diese Verkäufe jenseits der 20.000 Quadratmeter-Marke, die nun zum Jahresbeginn 2021 gänzlich fehlen“, erklärt Christopher Raabe, Geschäftsführer und Head of Logistics & Industrial der BNP Paribas Real Estate GmbH.


Handelsunternehmen am aktivsten, Bewegung im mittleren Größensegment

Handelsunternehmen waren mit weitem Abstand die bis jetzt aktivste Branche. Auf ihr Konto entfallen gut 67 % des Flächenumsatzes. Sie haben somit rund 29.000 m² Umsatz generiert. Damit verfehlen sie das Rekordergebnis aus dem ersten Quartal 2020 (gut 130.000 m²) natürlich um Längen, liegen aber genau im langjährigen Mittel von 30.000 m². Sämtliche von Handelsunternehmen getätigte Umsätze fanden in Bestandsobjekten statt. Anders gestaltet sich die Situation bei der Branche Industrie/Produktion, auf die ein Drittel des bis jetzt erzielten Umsatzes entfällt. Das aktuelle Resultat liegt 44 % unter dem Vorjahresergebnis und bleibt auch gegenüber dem seit 2015 erfassten Durchschnitt von rund 28.800 m² zurück. Im ersten Quartal 2021 wurde kein Abschluss über 5.000 m² seitens der so wichtigen Branche der Logistikdienstleister registriert.

Im ersten Quartal 2021 war der Markt für Lager- und Logistikflächen vor allem im mittleren Größensegment in Bewegung. Großflächige Transaktionen jenseits der 20.000 m² wurden im Ruhrgebiet im laufenden Jahr noch nicht registriert, und auch in der Größenklasse 12.001 bis 20.000 m² ist der Flächenumsatz bis jetzt deutlich unterdurchschnittlich ausgefallen. Solide präsentierte sich hingegen der Flächenumsatz in der Größenklasse 8.001 bis 12.000 m² mit einem Marktanteil von fast 44 %. Hier wurde das Vorjahresergebnis von gut 19.000 m² nur unwesentlich um 4 % verfehlt. Demgegenüber ist der Umsatz im Flächensegment 5.001 bis 8.000 m² im langjährigen Durchschnitt und erfreuliche 72 % über dem Vorjahresniveau ausgefallen.

Das Angebot an kurzfristig verfügbaren Neubauflächen ist aktuell sehr begrenzt. Dies kommt auch im jüngsten Anmietungsgeschehen zum Ausdruck. Der Anteil von Neubauflächen am bis jetzt realisierten Umsatz beläuft sich auf niedrige 20 %. Der Fokus lag ganz klar auf Bestandsflächen im Kerngebiet des Ruhrgebiets. Während die Spitzenmiete gegenüber dem Vorjahresquartal stabil bei 4,90 €/m² notiert, wird für die Durchschnittsmiete ein Plus von knapp 5 % auf jetzt 4,30 €/m² registriert.

Perspektiven
„In den kommenden Monaten ist mit einer deutlichen und nachhaltigen Belebung des Transaktionsgeschehens zu rechnen. Vor dem Hintergrund einer weiter Fahrt aufnehmenden deutschen Wirtschaft, dürfte die Nachfrage nach Lager– und Logistikflächen aller Voraussicht nach über sämtliche Branchen hinweg wieder steigen. Dies sollte insbesondere für die wichtigen Logistikdienstleister gelten, die im laufenden Jahr noch kaum auf Nutzerseite aktiv waren. Weiterhin wird das Marktgeschehen voraussichtlich auch im großflächigen Segment deutlich dynamischer ausfallen. Auf der Angebotsseite ist mit der Fertigstellung weiterer spekulativ errichteter Flächen bis zum Jahresende 2021 zu rechnen. Jedoch wird das Angebot den anhaltenden Nachfrageüberhang im modernen Segment kaum ausreichend bedienen können, sodass ein Anstieg der Spitzenmiete sehr wahrscheinlich ist“, so Bastian Hafner, Head of Logistics & Industrial Advisory der BNP Paribas Real Estate GmbH.

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BNP Paribas Real Estate veröffentlicht Logistikmarkt-Zahlen zum ersten Quartal 2021 – Lebhafte Nachfrage im 1. Quartal auf dem Hamburger Logistikmarkt

Hamburg, 20. April 2021 – Der Hamburger Logistik- und Lagerflächenmarkt verzeichnet einen starken Jahresauftakt. Mit einem Flächenumsatz von 129.000 m² wurde das Vorjahresergebnis um rund ein Viertel übertroffen und auch der zehnjährige Durchschnitt konnte um mehr als 18 % getoppt werden. Im bundesweiten Vergleich belegt die Hansestadt damit Platz zwei hinter Berlin. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

„Besonders erfreulich ist, dass das gute Resultat auf einer breiten Nachfragebasis beruht und nicht aus nur wenigen Großabschlüssen resultiert. In den ersten drei Monaten konnte bislang sogar noch kein Vertrag über 20.000 m² erfasst werden. Eine besonders lebhafte Nachfrage ist nach wie vor im Bereich des Einzelhandels zu beobachten, die aber nicht voll umgesetzt werden kann. Verantwortlich hierfür ist das weiter gesunkene Angebot, da aufgrund nicht ausreichender Neubauflächen zunehmend auch ältere Bestandsflächen abvermietet wurden. Zu den wichtigsten Abschlüssen im ersten Quartal gehörten die Anmietungen von Boeing Distribution Services ISC über 16.000 m² in Henstedt-Ulzburg und von Heinrich Dehn Internationale Spedition über gut 15.000 m² sowie ein Eigennutzer-Deal von Teamwork Instore Services über 13.500 m²“, erläutert Christopher Raabe, Geschäftsführer und Head of Logistics & Industrial der BNP Paribas Real Estate GmbH.

Logistikdienstleister besonders stark
Die in Hamburg, nicht zuletzt aufgrund des wichtigen Hafens, traditionell starken Logistikdienstleister haben im ersten Quartal noch einmal zugelegt. Mit einem Umsatzanteil von über 57 % haben sie sich mit weitem Abstand an die Spitze aller Branchengruppen gesetzt und ihren ohnehin hohen durchschnittlichen Beitrag um über zehn Prozentpunkte übertroffen. Knapp unter dem üblichen Schnitt liegt die Beteiligung von Handelsunternehmen, die auf gut 22 % kommen. Verantwortlich für den etwas niedrigeren Wert ist in erster Linie das nicht ausreichende Angebot, vor allem in zentralen Lagen. Nur knapp dahinter vervollständigen Produktionsunternehmen mit 19 % das Führungstrio und unterstreichen damit die breit aufgestellte Nachfrage.

Nachdem im Vorjahreszeitraum über die Hälfte des Umsatzes auf Großabschlüsse entfiel, zeigt sich aktuell ein weitestgehend gewohntes Bild. Hohe Anteile tragen die mittelgroßen Marktsegmente zwischen 3.000 und 12.000 m² bei, die auf knapp die Hälfte (48 %) kommen. Für die noch fehlenden Verträge mit mehr als 20.000 m² ist die Größenklasse von 12.000 bis 20.000 m² in die Bresche gesprungen und steuert gut ein Drittel bei. Der Anteil kleinerer Flächen bis 3.000 m² fällt mit 17 % etwas unterdurchschnittlich aus, weist aber trotzdem ein nennenswertes Resultat auf.

Geringe Anteile von Neubau und Eigennutzern
Der in Hamburg im bundesweiten Vergleich üblicherweise ohnehin geringe Neubauanteil ist weiter gesunken und erreicht im ersten Quartal lediglich 14 %. Noch deutlicher gefallen ist die Beteiligung von Eigennutzern am Umsatz, die nur bei gut 8 % liegt. Verantwortlich hierfür ist einerseits der – gerade in den zentraleren Lagen – herrschende Grundstücksmangel in der Hansestadt. Andererseits tun sich viele Unternehmen in einem nach wie vor ungewissen Umfeld weiterhin schwer, teure Investitionsentscheidungen zu treffen. Die Mieten haben sich trotzdem noch stabil gezeigt, sodass die Spitzenmiete weiter bei 6,30 €/m² notiert und die Durchschnittsmiete bei 4,95 €/m² anzusetzen ist.

Perspektiven
„Der gute Jahresauftakt, in Verbindung mit der breit aufgestellten Nachfrage und sich abzeichnenden Fortschritten bei der Impfkampagne sprechen dafür, dass auch im weiteren Jahresverlauf von lebhaften Flächenumsätzen auszugehen ist. Demzufolge dürfte sich die Abvermietung von Bestandsflächen, insbesondere im Hafen, fortsetzen und das Angebot weiter sinken. Hierdurch könnte das Ergebnis etwas limitiert werden, sodass abzuwarten bleibt, ob die 500.000-m²-Schwelle im Gesamtjahr überschritten werden kann. Aufgrund der Nachfrageseite wäre dies eigentlich zu erwarten. Gleichzeitig hat die Wahrscheinlichkeit für steigende Mietpreisniveaus in den nächsten Quartalen spürbar zugenommen“, so Bastian Hafner, Head of Logistics & Industrial Advisory der BNP Paribas Real Estate GmbH.

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BNP Paribas Real Estate veröffentlicht Logistikmarkt-Zahlen zum ersten Quartal 2021 – Durchschnittlicher Jahresstart auf dem Stuttgarter Logistikmarkt

Stuttgart, 20. April 2021 – Der Stuttgarter Markt für Logistik- und Lagerflächen kann erneut zum Ende des ersten Quartals ein erfreuliches Ergebnis vorweisen. Mit einem Flächenumsatz von 45.000 m² wurde das Vorjahresvolumen zwar knapp verfehlt, jedoch liegt es immer noch stolze 25 % über dem langjährigen Durchschnitt. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

„Seit Ausbruch der Corona-Pandemie erweist sich der Stuttgarter Logistikmarkt als äußerst stabil. Auch wenn einige Branchen aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen temporär etwas weniger nachfragen, kann der stark expandierende E-Commerce-Sektor diese Nachfragelücke in weiten Teilen ausgleichen“, sagt Christopher Raabe, Geschäftsführer und Head of Logistics & Industrial der BNP Paribas Real Estate GmbH. Dies hat zur Folge, dass insbesondere für Flächen mit mehr als 3.000 m² und einer modernen Ausstattungsqualität ein deutlicher Nachfrageüberhang festgestellt werden kann. Ebenso steigt durch die E-Commerce-Unternehmen sowie dem Bedeutungszuwachs von Last-Mile-Logistik die Nachfrage in der direkten Umgebung der Ballungsräume. Von besonderer Bedeutung für die Schwabenmetropole waren im ersten Quartal erneut Neubauten durch Eigennutzer, die für gleich 56 % des Resultats verantwortlich zeichnen.

Industrieunternehmen bleiben die Nummer eins

Einmal mehr spiegelt die Verteilung des Flächenumsatzes auf dem Logistikmarkt die herausragende Bedeutung der Industrie für Stuttgarts Wirtschaftsregion wider. Mit einem Ergebnisbeitrag von rund 65 % setzt sich dieser Sektor an die Spitze der Branchenverteilung. Dieser Anteil basiert unter anderem auf dem bisher größten Deal des Jahres: Porsche errichtet in Sachsenheim 21.000 m² Lager– und Logistikfläche. Die zweite Säule des Ergebnisses stellen Handelsunternehmen mit einem Beitrag von gut 21 % dar. Dieser Sektor kann mit der Anmietung von Amazon über 9.500 m² in Korntal-Münchingen ebenfalls einen größeren Abschluss verzeichnen. Außerdem steuern Logistikdienstleister rund 14 % zum Volumen bei.

Die Analyse des Umsatzes nach Größenklasse zeigt eine nicht ungewöhnliche Verteilung zum Jahresanfang. Durch den schon zuvor benannten großen Eigennutzerdeal dominiert die Größenklasse über 20.000 m² mit einem Anteil von gut 47 % das Quartalsergebnis. Einen vergleichbaren Anteil wie im Vorjahr erreicht das Segment zwischen 8.000 m² und 12.000 m², das sich auch absolut betrachtet auf dem gleichen Niveau bewegt. Der restliche Umsatz verteilt sich mit Anteilen von 9 bis 12 % auf die kleineren Größenklassen. Hieraus wird ersichtlich, dass neben den bedeutenden Großabschlüssen auch die kleineren Deals wichtige Umsatztreiber sind.

Nachdem die Stuttgarter Logistikmieten zuletzt Anfang 2019 gestiegen sind, präsentieren sich die Mietniveaus auch während der Corona-Krise äußerst robust. Die Spitzenmiete liegt zum Ende des ersten Quartals 2021 weiter bei 7,00 €/m². Im bundesweitem Vergleich wird nur im Berliner und Münchener Marktgebiet (7,20 €/m²) eine höhere Spitzenmiete erzielt. Auch die realisierte Durchschnittsmiete notiert wie bisher bei 5,40 €/m².

Perspektiven
„Mit dem guten Ergebnis der ersten drei Monate im Rücken kann optimistisch auf die weitere Entwicklung des Stuttgarter Logistikmarkts geblickt werden. Die sich beschleunigende Impfkampagne und eine damit einhergehende Normalisierung des gesellschaftlichen Lebens kann voraussichtlich auch zu gewissen Nachholeffekten führen, besonders durch Branchen, die durch die Krise stark betroffen waren. Außerdem ist davon auszugehen, dass der E-Commerce-Sektor auch 2021 ein maßgeblicher Umsatztreiber bleiben wird. Aus heutiger Perspektive erscheint somit ein durchschnittlicher Flächenumsatz von rund 160.000 m² für das Gesamtjahr als realistisch. Es ist zudem von weiter stabilen Mietpreisniveaus auszugehen“, so Bastian Hafner, Head of Logistics & Industrial Advisory der BNP Paribas Real Estate GmbH.

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